Patrimonium Deutsche Comicforschung
 

Patrimonium

Unter "Patrimonium" versteht man das kulturelle Erbe einer Nation oder eines Sprachraums. Patrimonium Deutsche Comicforschung ist der seriösen Aufarbeitung der Comictradition in den deutschsprachigen Ländern gewidmet. Wir nehmen die Bild-Erzählung, den Comic, als jahrhundertealte Ausdrucksform ernst und möchten dazu beitragen, dass im großen Getümmel internationaler Comics der Beitrag der deutschen, österreichischen und Schweizer Zeichner und Autoren nicht zu kurz kommt.

Parallel zur Website comicforschung.de, die die von Eckart Sackmann herausgegebene Reihe"Deutsche Comicforschung" präsentiert, sollen hier, auf patrimonium.de, Aspekte des deutschen Comic-Erbes vorgestellt werden, die (noch) nicht Eingang in die Buchreihe gefunden haben. Wir hoffen, patrimonium.de im Laufe der Zeit zu einer bunten Plattform der deutschsprachigen Comicforschung ausbauen zu können.

Sorry, no translation. "Patrimonium Deutsche Comicforschung" (German Comics Research) explores the German comics literature. To understand this literature, you should have a basic knowledge of German.

Désolé, pas de traduction. "Patrimonium Deutsche Comicforschung" (Études sur la BD allemande) s'occupe d'une littérature allemande. Il faut donc parler un minimum de cette langue.

Comic. Kommentierte Definition
Von Eckart Sackmann

Was ist ein Comic? Diese Frage wurde zu verschiedenen Zeiten verschieden beantwortet. Sackmanns Definition entstand Ende 2007 im Auftrag des Bibliographischen Instituts (Brockhaus) und wurde für "Deutsche Comicforschung 2010" leicht modifiziert. Anmerkungen sollen einige Grundlagen dieses Ansatzes erläutern.

Lesen Sie hier den gesamten Eintrag als PDF.
Stichwort Comic

Aktuelles

Ausstellungen

bis 4. März 2012
Winsor McCay. Comic, Filme, Träume
Bilderbuchmuseum Burg Wissem/Troisdorf

17. Februar bis 13. Mai 2012
Dig, Dag, Digedag. DDR-Comic "Mosaik"
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, Grimmaische Str. 6

11. März bis 3. Juni 2012
Winsor McCay. Comic, Filme, Träume
Wilhelm Busch Museum Hannover, Georgengarten

Comics sind nicht nur komisch. Zur Benennung und Definition
Nicht nur der Comic, auch die Geschichtsschreibung des Comic und seine Benennung haben eine Geschichte. Lesen Sie den Artikel von Eckart Sackmann aus "Deutsche Comicforschung" 2008, in dem der Verfasser versucht, die Genese der Terminologie zu aufzuschlüsseln.
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Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung
Für die von der Gesellschaft der Bibliophilen herausgegebene Aufsatzsammlung "Imprimatur" hat Bernd Dolle-Weinkauff einen detaillierten und sehr informativen Überblick über Geschichte, Bestand und Zustand des Frankfurter Comic-Archivs verfasst:
Bernd Dolle-Weinkauff: Vom Kuriositätenkabinett zur wissenschaftlichen Sammlung. Das Comic-Archiv des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität Frankfurt/Main. In: Ute Schneider (Hg.): Imprimatur. Jahrbuch für Bücherfreunde. Neue Folge Bd. XIX. München 2005. S. 209-224.
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Comic - Kunst
Abseits der Großstädte und Comic-Hochburgen eröffnete im Juni 2004 in Koblenz eine Ausstellung, die in Deutschland bisher einmalig geblieben ist. Das Mittelrhein-Museum hatte Originale aus einhundert Jahren deutscher Comic-Kunst zusammengetragen und präsentierte diese in Reibung zu Bildzyklen der traditionellen Kunstgeschichte.
Bildbericht bei comic.de

Comics made in Germany
Vielleicht war der Untertitel - "60 Jahre Comics aus Deutschland" - willkürlich, vielleicht auch die Auswahl der für diesen Zeitraum herausgestellten Comics (ausschließlich Hefte und Bücher, keine Zeitschriftenstrips). Doch immerhin fand diese Ausstellung zur deutschen Comicgeschichte im Jahr 2008 in der Deutschen Nationalbibliothek statt.
Bildbericht bei comic.de

"Das ist doch keine Kunst!" - Comics als Literatur
Immer wieder hört man, Comics seien die "Neunte Kunst". Bei näherer Betrachtung entpuppt sich der Terminus als eines jener Schlagworte, mit denen zuweilen versucht wird, den Comic aufzuwerten. Wenn Comics aber "keine Kunst" sind, worum handelt es sich dann? Um "Grafische Literatur" - eine Literatur, die auch ohne Text (litterae) auskommt? Gibt es Analogien zwischen Bildliteratur und geschriebener Literatur, oder ist der Comic eine völlig eigenständige, unvergleichbare Ausdrucksform?
Filmmitschnitt eines Vortrags von Eckart Sackmann beim Comicfestival München 2009, aufgenommen von Splashcomics.

Comics im Mittelalter
Die Ausdrucksform der Bild-Erzählung gibt es seit Tausenden von Jahren. Wie sahen Sprechblasen im Mittelalter aus, welche Themenkreise finden sich zu dieser Zeit, welche Bildträger begegnen uns hier?.
Bildbeispiele von Eckart Sackmann, zusammengestellt anlässlich eines Vortrags vor der Gesellschaft für Comicforschung.

Deutsche Comicforschung

Die seit 2005 jährlich fortgeführte Reihe "Deutsche Comicforschung" ist das Standardwerk zur Erforschung der nationalen Comicgeschichte. Wissenschaftlich akribisch und trotzdem lesbar, angereichert mit Hunderten von zumeist farbigen Abbildungen, bietet jeder Band einen Fundus von bisher unbekannten Beispielen deutschsprachiger Comics aller Epochen.

Lesen Sie mehr dazu bei www.comicforschung.de.

               

Andys Archiv der frühen Comics
Comics von 1783 to 1929

Der Debatte über die Comics der Frühzeit mangelt es nicht selten an Anschauung. Das Material dazu - oder jedenfalls eine Menge an Material - hat Andy Bleck alias Andy Konkykru auf seiner Website zusammengetragen:
Andy's Early Comics Archive


"Deutschland(s) Bilder"
Call for Papers

Deutschland ist nicht nur das zweitgrößtes Export- und viertgrößte Wirtschaftsland der Welt sowie der bevölkerungsreichste Staat der Europäischen Union, sondern auch das Land der Bücher - auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig werden jährlich 94.000 Neuerscheinungen und Neuauflagen vorgestellt, darunter fast 3.000 Comics.

Einst das Land der Musik und Gastfreundschaft, der Dichter und Denker sowie der Richter und Henker, versteht sich Deutschland heute als "Land der Ideen". Seine Gesellschaft, unlängst noch "das glücklichste Volk der Welt", ist durch den Pluralismus der Lebensstile und eine breite ethnische und kulturelle Vielfalt gekennzeichnet.

Diese Tatsachen und Klischees suggerieren, das Land von Wilhelm Busch gehöre auch zu den "großen Ländern" der neunten Kunst, und der Comic sei eine der bevorzugten künstlerischen Ausdrucksformen. Französische Leser kennen sicher Ralf König, vielleicht den Humoristen Walter Moers oder den Gewinner des "Prix de l'audace" des Internationalen Comicfestivals in Angoulême Jens Harder, und jeder hat bereits ein Album einer Comicserie durchgeblättert, deren Protagonist eine Mission in Deutschland erfüllt... Anders gesagt, jenseits der Grenzen ist über Deutschland und seine Comics beinah nichts bekannt!

Dabei gibt es eine breite Comicforschung in Deutschland: Magazine wie Comixene oder das "Comic! Jahrbuch", die von Eckart Sackmann herausgebene Reihe "Deutsche Comicforschung", die Beiträge der Gesellschaft für Comicforschung Comfor, Portale wie der Deutsche Comicguide oder die Spezialbibliographie der Universität Bonn stellen das wachsende akademische Interesse unter Beweis, wenn wissenschaftliche Arbeiten von internationalem Rang auch immer noch die Ausnahme sind.

Aus diesem Grund ruft Comicalités zur Einreichung von Beiträgen zum Thema "Deutschland(s) Bilder" auf. Wir erhoffen uns Artikel zu den drei folgenden Themenbereichen:

1. Comicmarkt und Verlagslandschaft

- Es wäre interessant, die Marktentwicklungen und wirtschaftlichen Strukturen der deutschen Comiclandschaft anhand ihrer Indikatoren (Titel, Verkaufszahlen...) zu analysieren und mit denen Frankreichs oder anderer Länder zu vergleichen

- Die deutsche Comiclandschaft könnte im Hinblick auf Genres (franko-belgische Comics, Mangas, US-Importe?), die Angebotspalette (Serien, Reihen?) und die Art der Verlage (Unabhängige, Großverlage?) etc. untersucht werden

- Wer liest Comics in Deutschland (Alter, soziale Schichtung?), was und wie viel (Häufigkeit, bevorzugte Genres?), wo und wie werden Comics gekauft (Antiquariat, Sammlungen?)...

- Ein Untersuchungsfeld ist die Comicübersetzung, begonnen mit den Herkunftsländern (USA, Japan, Frankreich?) über die Übersetzer (Ausbildung, Bezahlung) und das Verkaufsangebot (Remontage, Originalformat, Hardcover-Album?)...

- Das gleiche gilt für Vertrieb, Werbung und Marketing: Welche Rolle spielen Comics im Buchladen, in Bibliotheken, wie werden sie beworben (Ausstellungen, Signierstunden, Festivals?); auch der Medien- und/oder intellektuelle Diskurs zum Thema Comic ist zu erhellen (besonders der Stand der Comicrezension).

- Auch die Lage der Comicautoren kann untersucht werden: Ihre Ausbildung (Kunsthochschule, Universität?), Veröffentlichungsmöglichkeiten (in Deutschland, im Ausland?), Arbeitsbedingungen, Bezahlung, Sozialstatus...

2. Deutschlands Bildkultur

- Die Art(en) des deutschen Comics müssen erst noch herausgestellt werden. Hier wären stilistische Untersuchungen interessant (Zeichenstile, Text/Szenario) sowie die Frage nach den ausländischen Einflüssen; gibt es eine ădeutsche Schule"?

- Die deutsche Zeichentradition könnte das Thema eines oder mehrerer Artikel sein; welche Traditionen, Einflüsse, Ähnlichkeiten gibt es bezüglich heutiger Comics und den erzählenden Bildern in Zeitung und Buch (Karikatur, Werbezeichnung, Kriegsbilderbogen)?

- Auch die Rolle des gezeichneten Bildes in der Bildung ist zu klären: Beiträge könnten den Einsatz von Comics (oder Comicauszügen) in Deutschland oder im Deutschunterricht untersuchen, sowie die Methodik der Lektüre und Analyse (z.B. im Vergleich mit anderen europäischen Ländern)...

3. Deutschland im Comic

- Die Darstellung Deutschlands und der Deutschen wirft zahlreiche Fragen auf; hier wäre es von Interesse, die beliebtesten Themen und Orte kritisch zu beleuchten (was ist z.B. Berlin für die Autoren: die Hauptstadt des Kaiserreichs, die der Weimarer Republik, Germania, die geteilte und wiedervereinigte Stadt, die Hauptstadt der elektronischen Musik...?)

- Ein weiter Untersuchungsgegenstand ist der Bezug zur deutschen Geschichte im Comic Welche Epochen und Ereignisse des Zwanzigsten und früherer Jahrhunderte interessieren Autoren und Verlage? Einige erklärende und ästhetische Ansätze (Zeichenstile, Erzählstrukturen...) wären willkommen...

- Stellen die Jahre 1933-1945 nicht den Großteil der Geschichtscomics mit Deutschlandbezug dar? Hier wäre es interessant, die einschlägigen Werke genauer zu beleuchten, z.B. im Hinblick auf die Vielfalt der Herangehensweisen (Krimi, Humorcomic...) und ihren Wandel (wie hat sich die Darstellung dieser problematischen Geschichte seit "Die Bestie ist tot" gewandelt?).

- Auch die Deutschlandklischees sind Untersuchungsthema: Was ist typisch für die Deutschen und ihr Land? Werden Deutsche nicht in erster Linie karikiert (man denke an die Pickelhauben in "Asterix bei den Goten" oder die Krypto-Deutschen in Franquins "QRN ruft Bretzelburg")?

Leider können nur englisch- oder französischsprachige Texte veröffentlicht werden, aber dieser "Call for papers" richtet sich an alle Forscher, unabhängig von akademischem Status oder Herkunft. Bei Interesse wird um die folgenden zwei Dokumente gebeten:

- Ein kurzer Lebenslauf, aus dem die wissenschaftlichen Forschungsgebiete ersichtlich werden.
- Ein anonymes Abstract von 3.000 Zeichen inklusive Leerzeichen ohne Formatierungen außer Fett- und Kursivschrift in Standardformat (Times New Roman 12 Punkt für den Text, 10 Punkt für Fußnoten, keine Einzüge oder Einrückungen, Zeilenabstand 1,5).

Einsendeschluss der Abstracts ist der 1. März 2012.

Das Abstract wird anonym von zwei Beiratsmitgliedern der Zeitschrift begutachtet. Bei Annahme wird der Beiträger um Einsendung eines Artikels von 25.000 bis 50.000 Zeichen inklusive Leerzeichen an die unten stehenden Adressen gebeten.

Benoît Berthou, Herausgeber der Zeitschrift Comicalités
eMail Ben.berthou@orange.fr
Marc Hieronimus, Verantwortlicher Redakteur des Themas
eMail marc.hieronimus@u-picardie.fr

Marc Hieronimus, Comicalités (v.i.S.d.P.)


Fröhliche Wissenschaft?
Comicforschung auf Abwegen: Ole Frahm auf den Spuren von Friedrich Nietzsche.


Helmut Nickel in München 2011
Bildbericht über den Besuch des Zeichners bei Comicfestival München 2011.

Neues vom Buchmarkt

Lesen Sie hier Kurzvorstellungen neuerer Monografien, die sich dem deutschsprachigen Comic und Aspekten der einheimischen Comic-Kultur widmen.

Aktuelle Sekundärliteratur

 
Andere interessante Websites:

Gesellschaft für Comicforschung
Die Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Comicforschung im deutschsprachigen Raum zu fördern und zu vernetzen.
mehr dazu

Gesellschaft für Comicforschung
c/o Prof. Dietrich Grünewald
Institut für Kunstwissenschaft, Universität Koblenz-Landau, Universitätsstr. 1, 56070 Koblenz
eMail gruenewald@uni-koblenz.de
www.comicgesellschaft.de


INCOS
Interessengemeinschaft
Comic-Strip e.V.

Die 1970 gegründete Interessengemeinschaft Comic-Strip e. V. (INCOS) setzt sich die kritische Beschäftigung mit dem Comic in all seinen Erscheinungsformen und Wirkungsbereichen sowie den Zusammenschluss aller am Medium Comic Interessierter zum Ziel.

Incos, c/o Erich Reimer, Nürnberger Str. 24a, 10789 Berlin
Tel. 030-25327169
eMail comics@incos-ev.net
www.incos-ev.net


ICOM
Interessenverband
Comic e.V.

Der 1981 gegründete ICOM vertritt die Interessen der Kreativen - nicht nur aus der Comic-Szene, sondern auch aus verwandten grafischen Bereichen.

ICOM, c/o Burkhard Ihme, Danneckerstr. 12, D-70182 Stuttgart
Tel (0711) 24 45 78
eMail ICOMic@aol.com
www.comic-i.com

 

Comic-Preiskatalog
Herausgegeben von Günther Polland

Der jährlich erscheinende "1. Allgemeine deutsche Comic-Preiskatalog" listet (fast) alle im deutschen Sprachraum erschienenen und verkauften Comics und ist damit für Comicforscher eine wesentliches Hilfsmittel.

Deutscher Comic-Guide
Mit zur Zeit rund 100.000 Comics und 50.000 Cover-Abbildungen ist der Deutsche Comic Guide die wohl umfangreichste Comic-Datenbank Deutschlands im Internet.

Copyright © 2012 Verlag Sackmann und Hörndl